Musik

Bender. Dieser Name wollte sich finden lassen. Und er hat sich sehr spät finden lassen - erst nach zwei Jahren Studioarbeiten zwischen Vitch und Bender. Denn es stand kein Konzept und kein Name im Mittelpunkt. Es standen zwei Typen da und sahen ihre Talente und ihre Leidenschaft. Und ihre Gemeinsamkeit, die sie zu Brüdern macht: der Glaube an denselben Vater. Der Urheber ihrer Leidenschaft für die Musik.

So stand eines von vorne herein fest. Wenn sie Musik machen, dann soll Gott der zentrale Punkt dieser Musik sein und alles andere würde sich irgendwie ergeben.

Komplett frei von Gedanken, ob es gut ankommen würde oder nicht, fingen sie an. Ein Beat, ein Gebet, ein Text und los. Ehrlich und geradeaus.

Das Album transportiert genau diese Atmosphäre der gemeinsamen Zeit, in der die Musik entstand. Erfahrungen mit dem Schöpfer. Keine Maskerade und keine Verschönschlimmerung durch die Blume. Denn es geht um die beste Botschaft aller Botschaften.

Musikalisch wird diese Botschaft im Treesons-Studio umgesetzt. Vitch produzierte seinen ersten Hiphop Beat vor etwa 12 Jahren und entwickelte seitdem seinen eigenen Klang und Charakter. Über die Jahre kamen immer mehr Kombinationen aus eingespielten Instrumenten hinzu, die im Zusammentreffen mit klassischen Drumcomputern und Samples den einzigartigen Klangteppich für Benders Texte liefern.

So war es möglich den urbanen Rootssound musikalischer wirken zu lassen, um somit nicht nur den klassischen Raphörer zu erreichen. Das war Bender von Anfang an wichtig, um seine tiefgehenden Gedanken über Gott und die Welt mit einer zugänglichen Klangfarbe zu versehen.

Inhaltlich bietet "Landungsbrücke" ein mal herausforderndes, mal motivierendes Päckchen aus Bender's persönlichen Erfahrungen mit Gott - immer mit dem Anspruch, der Rapkunst in all seinen Facetten, gerecht zu werden. Dieser Spagat, zwischen Inhalt und der Kunst ihn zu transportieren, ist Bender sehr gelungen. Hört selbst.